| Was sind NGN-Anschlüsse? |
Die Abkürzung NGN steht für "Next-Generation-Network" in welchem die bekannten Dienste wie Telefonie, Internet, TV über ein protokollbasiertes Netzwerk (dem Internet) betrieben werden (IP = Internetprotokoll).
Bei Nutzung eines NGN-Anschlusses ist als Primärweg die Internetverbindung mit möglichst statischer IP zu wählen, der Ersatzweg kann nur noch über den Funkweg (GSM), welche mit einem Handyblocker leicht ausser Gefecht gesetzt werden kann, realisiert werden. (Erläuterungen siehe nachstehend)
| Übertragungswege nach Einführung von NGN |
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Es bedarf sicherlich keiner weiteren Ausführung, dass es im Bereich der Gefahrenmeldetechnik künftig ohne GSM nicht mehr funktionieren wird. Die eigentlichen Risiken welche GSM und Internet hierbei bieten, sind nicht von der Hand zu weisen. Bis Ende 2014 (Bestandsgarantie) kann man glücklicherweise noch - kostensparend - auf die Access-Dienste bauen.
| Was unterscheidet NGN-Anschlüsse von ISDN/Analog-Anschlüssen |
Grundaufbau
Bei ISDN/Analog übernimmt die Vermittlungsstelle die Aufgaben der Leitungsvermittlung. Die angeschlossenen Geräte haben eine physikalische Verbindung über welche auch die Spannungsversorgung erfolgt damit die Endgeräte (für mindestens einem Gerät bei ISDN) auch bei Stromausfall funktionieren zu können.
ISDN und Analog
Während bei ISDN-Anschlüssen Sprach- und Datenverbindungen in hoher Qualität zur zur Verfügung stehen, wird bei Analog die Datenverbindung als reine Sprachverbindung aufgebaut und die Daten werden via Töne (dies erfordert eine Verbindung mit hoher Qualität) übertragen.
NGN-Datendienste
Mit Einführung von NGN werden alle Dienste zusammengeführt und dieselben müssen sich auf der Leitung "aufteilen". Gerade bei ISDN gibt es keine S0-Busschnittstelle und somit entfällt die Möglichkeit der unterschiedlichen Dienste-Bereitstellung (Sprache, Daten, Digital-Fax etc.), da stets von einer Sprachverbindung ausgegangen wird. Datenverbindungen werden dadurch unmöglich. Bei einem NGN-Anschluss bildet das Media-Gateway den Netzabschluß des NGN, welcher die Anschlüsse (Transport über IP) für die entsprechenden Dienste bereit stellt
NGN-Dienstenutzung
Für eine hohe Qualität zur Dienstenutzung ist eine hohe Bandbreite - jeweils an den Dienst angepasst - erforderlich. Da jedoch keine Bandbreitengarantie für einzelne Dienste von den Anbietern gewährleistet wird, wird es zu Engpässen kommen. Schlechte Telefon- oder Datenverbindung sowie Fehler oder Abrüche der Verbindung sind nicht auszuschließen. Um dieses zu begrenzen, kann der Anbieter eine Komprimierung der Telefonie-Daten vornehmen um die Bandbreite optimaler auszunutzen. Das Ergebnis aber bedeutet:
- bei analogen Datenverbindungen
führt dies dazu, dass wichtige Informationen verloren gehen welche dazu führen, dass kein oder ein fehlerhafter Datenaustausch durchgeführt wird
- bei analogen Sprachverbindungen
können durchaus Echos entstehen
Fazit:
1. für die ISDN- und Analog-Anschlüsse gilt, dass bei NGN eine Leitungsüberwachung nicht bzw. nur unzureichend möglich ist.
2. NGN-Anschlüsse sind für die bedarfsgesteuerten Verbindungen (ISDN/Analog) nicht geeignet, weil:
- die Schicht-1 Überwachung fehlt
- eine korrekte Datenverbindung nicht verbindlich sichergestellt werden kann
- die Notstromversorgung des Anschlusses seitens der Provider (Anbieter) fehlt
